08.05.2019

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam-Mittelmark fordern sofortigen Stopp des Einsatzes von Karate Forst

Trotz des Protestes von Anwohner*innen, Waldbesitzern und Naturschutzverbänden hat die untere Forstbehörde am 7. Mai die ersten 100 ha Wald bei Niemegk, Treuenbrietzen und Linthe mit dem Insektizid "Karate Forst flüssig" besprühen lassen, um gegen die Raupen des Holzschädlings Nonnenfalter vorzugehen.

Wir BÜNDNISGRÜNEN in Potsdam-Mittelmark fordern einen sofortigen Stopp des großflächigen Gifteinsatzes. Nicht nur die Raupen des Nonnenfalters, sondern auch viele andere Waldinsekten werden durch die Sprühaktion getötet. Vögeln im Wald wird die Nahrungsgrundlage entzogen. Das gesamte Ökosystem Wald wird durch den Gifteinsatz nachhaltig geschädigt. Vor dem Hintergrund des allgemeinen Artensterbens ist dieses Vorgehen der Forstbehörden völlig unverständlich.

Wir begrüßen, dass der NABU Brandenburg gerichtlich gegen den Einsatz von Karate Forst vorgeht.

Der Einsatz des Insektizids ist im Übrigen nur eine Symptombehandlung. Grund für die Schädlingsanfälligkeit sind die Kiefernmonokulturen, die endlich in naturnahe Mischwälder umgebaut werden müssen. Hier ist erheblicher Handlungsbedarf - und dies schon seit vielen Jahren.

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