15.04.2014

Wildes Brandenburg – von Wölfen und Wildnis

Deutschland, auch Brandenburg, soll wieder wilder werden. Bis zum Jahr 2020 soll nach dem Willen der "Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt" aus dem Jahr 2007 auf zwei Prozent unserer Landesfläche und auf fünf Prozent der Waldfläche Wildnis herrschen. Aber was bedeutet das genau? Was ist Wildnis überhaupt? Und ergibt das einen Sinn, Wildnis in Deutschland?

Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg wurde im Jahre 2000 gegründet. Das Hauptziel der Stiftung ist Wildnis. Das bedeutet: Hier entstehen die Urwälder von morgen. Ein ehrgeiziges Ziel, über das wir sprechen wollen – der Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Potsdam-Mittelmark lädt herzlich zu einem Vortrag über Wildnis in Brandenburg ein:

am Mittwoch, den 23. April 2014,
um 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr),
in der Kulturscheune Ferch,
Mühlengrund 1,Tel 03320970412, 14548 Schwielowsee

(anfrage(at)kulturscheune-Ferch.de)

Dr. Hans-Joachim Mader, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg (www.stiftung-nlb.de), wird die Arbeit der Stiftung vorstellen.

Täglich gehen in Deutschland noch immer ca. 115 ha Fläche der natürlichen Landschaft durch Bebauung und Verkehrswege verloren. Die Stiftung konnte in Brandenburg bisher 128 km² Fläche für den Naturschutz sichern. Die gesicherten Flächen sind Rückzugsflächen für über 120 Vogelarten, Reptilien, Amphibien. Der Wolf hat sich dort angesiedelt, Rothirsch, Biber und Fischotter kommen vor. Feuchtwiesen, Moore und trockene Standorte wechseln sich ab und gestalten eine Vielfalt von Pflanzen und Tieren – einige Schönheiten und Besonderheiten werden im Vortrag beleuchtet.

Dr. Mader wird dabei v.a. den Fragen nachgehen: Wie können wir Wildnis auch als Biotopverbund, ohne Naturschutzstatus, noch wertvoller und die immer intensiver genutzte Kulturlandschaft für wilde Tiere durchgängig machen?  Ist ein Unterschied zwischen Pflege und Wildnis zu erkennen und zu begründen?

Dr. Elke Seidel, Sprecherin des Kreisverbandes: „Das Konzept der Wildnis ist verhältnismäßig jung und zeigt eindrucksvoll, dass es gut ist, stets offen zu bleiben für neue Wege. Ich freue mich ganz besonders, dass wir mit Dr. Mader einen anerkannten Fachmann für dieses spannende Thema gewinnen konnten.“

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