Moorschutz ist Teufelszeug? - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zeigen Kante

11.01.12

Auf einer gemeinsamen Sitzung der Kreisvorstände von Bündnis 90/Die Grünen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming mit den bündnisgrünen Kreistagsabgeordneten in den beiden Landkreisen wurde das Moorschutz-Projekt im Naturpark Nuthe-Nieplitz diskutiert – ein Thema, das beispielhaft deutlich machte, dass es auch nach der Aufgliederung des Kreisverbandes Mittel-Fläming in zwei eigenständige Kreisverbände PM und TF  politische Inhalte gibt, bei denen die beiden Kreisverbände zusammenarbeiten wollen und müssen.

Der Landschaftsförderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung war auf dieser Sitzung durch seinen Vorsitzenden Carl Decruppe vertreten und stellte Inhalte und die Zeitschiene dafür vor. Landwirt Jens Schreinicke brachte die Bedenken der BI „Prokula“ zum Ausdruck.

Elke Seidel, neben ihrer Tätigkeit als Kreisvorsitzende auch Mitglied der bündnisgrünen Kreistagsfraktion in Potsdam-Mittelmark, erklärte nach diesem Erörterungstermin: „Wir Grünen finden sowohl Moorschutz als auch das konkrete Projekt des Landschaftsfördervereins sinnvoll und erforderlich, es spiegelt unsere eigenen Ziele wider - Nachhaltigkeit in der  Nutzung, Bodenschutz, Klimaschutz und Biodiversität. Das Wasser, das wir heute in der Landschaft halten, fehlt uns morgen nicht im Grundwasserkörper. Selbstverständlich ist für uns aber auch, dass wir die Ängste und Befürchtungen der Landnutzer und Anlieger ernst nehmen.  Wir sprechen uns klar dafür aus, dass ein Projekt zur Moorrenaturierung  auch den Ausgleich der betreffenden Landwirte sowie deren Existenzsicherung betrachtet. Andererseits sollten ebenso die Landwirte über eine Anpassung ihrer Betriebskonzepte nachdenken, denn letztlich geht es auch um die langfristige Erhaltung der Böden, also ihrer eigenen Arbeits- und Existenzgrundlage.“

Die Grünen betonen, dass zunächst die vom LSF beauftragte Machbarkeitstudie abgewartet werden muss. Martin Köhler, Vorsitzender der bündnisgrünen Kreistagsfraktion PM, ergänzt: „Wir wünschen uns weiterhin eine vollständige Transparenz bei der Vorgehensweise und eine umfassende Information für EinwohnerInnen und LandnutzerInnen und auch deren Mitsprache. Im Übrigen stellt besagte Machbarkeitsstudie in unseren Augen einen Glücksfall für Orte wie Tremsdorf dar, denn die teure Untersuchung der Wasserverhältnisse vor Ort und der Gründe, warum es derzeit feuchte Keller im Ort gibt, könnte sich Nuthetal allein kaum leisten.“

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